Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Pädagogik - Schulpädagogik, Note: 1,5, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Viele Schülerinnen und Schüler haben es im Laufe der Schulzeit schon einmal ausprobiert: das Schulschwänzen. In Deutschland schwänzen nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes (DL) um die 200.000 Schülerinnen und Schüler (Stand 2011) täglich die Schule. Von insgesamt 12 Millionen schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen fehlen etwa 10 Prozent regelmäßig im Unterricht. Hinter dieser Zahl wird jedoch eine hohe Dunkelziffer vermutet, da Eltern in vielen Fällen das unentschuldigte Fehlen ihrer Kinder decken. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus ist jedoch der Meinung, dass sich das Schulschwänzen statistisch gesehen unterschiedlich darstellt. So wird in Kleinstädten oder kleineren Ortschaften weniger geschwänzt, als in Großstädten, in denen sich die Schülerinnen und Schüler ihrer Anonymität sicher sind. Die Konsequenzen, die aus dem Schulschwänzen gezogen werden, unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Sie reichen von beispielsweise Bußgeldern und Jugendarrest oder Beratung und verstärkte Betreuung der Betroffenen. Josef Kraus meint dazu: „Schulschwänzen ist bei rund 50 Prozent aller Fälle psychologisch bedingt: durch Mobbing, Angst vor Mitschülern oder vor Prüfungen. Maßnahmen wie Bußgelder sind da wirkungslos. Auch einen vorläufigen oder gar dauerhaften Ausschluss aus der Schule lehne ich ab. Für viele Schulschwänzer wäre das wie eine Belohnung. (vgl. http://www.lehrerverband.de/aktuell_schulschwaenzer.html)In dieser Hausarbeit werden die verschiedenen Begriffsdefinitionen von Schulabsentismus, den Verhaltensmustern sowie Ursachen, Folgen und Interventions- und Präventionsmaßnahmen erläutert.
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